Grosse Erfolge für Seeclübler an der Junioren WM und am CdJ

07.08.2017

Der Seeclub Biel gratuliert seinen erfolgreichen Mitgliedern zu den grossen Erfolgen an internationalen Titelkämpfen! Wir sind riesig stolz auf euch! Macht weiter so!

Coupe de la Jeunesse – Hazewinkel (Belgien)
Die Achter-Finales der Junioren am Coupe de la Jeunesse in Hazewinkel (Belgien) mit dem Seeclübler Eric von Bodungen im "Maschinenraum" des Schweizer Bootes waren am Samstag und Sonntag die Rennen des Tages aus Schweizer Sicht. Es durfte nach den Vorläufen ein enger Rennausgang erwartet werden. Und so kam es denn auch, dass die Boote das ganze Rennen hindurch nahe beieinander lagen. Am Samstag ruderte der Schweizer Achter ein beherztes Rennen. In einem ganz engen Zieleinlauf, der von einem starken Aufkommen des britischen Bootes geprägt war, vermochte der Schweizer Achter seinen Vorsprung von 9 Hundertstelsekunden auf Grossbritannien ins Ziel zu bringen und gewann die Silbermedaille hinter dem tschechischen Boot. Es war ein sehr gutes Rennen, das die gesamte Schweizer Delegation und die Schweizer Fans entzückte

Das Achter-Finale vom Sonntag war dann ein regelrechtes Highlight der Regatta. Die Boote lagen alle nahe beieinander. Grossbritannien, Frankreich, Tschechien und Schweiz fuhren so dicht zusammen, dass der Kommentator bei Streckenhälfte meldete, dass bei jedem Zug ein anderes Boot die Bugspitze in Front habe. Erfreulich war, dass in diesem Medaillenrennen auch der Schweizer Achter (Samira Benli, Gian-Luca Jenni, Filippo Ammirati, Eric von Bodungen (SC Biel), Tim Roth, Silvan Rölli, David Kuylen, Marino Kerler und Tobias Fürholz) erneut sehr stark fuhr. Beflügelt vom Resultat des Vortages, setzte der Schweizer Achter gar dazu an, in diesem Rennen die Goldmedaille zu holen. Der Schlusssprint musste in diesem spannenden Rennen um den Tagessieg entscheiden. Nachdem die Schweizer den gestrigen Sieger aus Tschechien in die Schranken zu weisen wussten, kamen auf der anderen Seite die Briten nochmals kräftig auf und vermochten am Schweizer Boot vorbeizuziehen. Die ersten vier Boote erreichten die Ziellinie nur durch 1.8 Sekunden getrennt. Grossbritannien gewann 0.59 Sekunden vor dem Schweizer Achter, welcher seinerseits fünf Hundertstelsekunden vor dem tschechischen Boot ins Ziel kam. Entsprechend gross war die Freude über das erneut gelungene Rennen und die zweite erreichte Silbermedaille des Schweizer Achters.

Juniorenweltmeisterschaften – Trakai (Litauen)
Nico Müller (Ruderclub Reuss Luzern), Oliver Gisiger (Grasshopper Club Zürich), Anton Flohr (Ruderclub Baden), Nils Schneider (Seeclub Biel) und Steuermann Nicolas Mamassis (Club de l’Aviron Vevey) stiegen erst nach der Junioren-EM vom ungesteuerten in den gesteuerten Vierer um. Ein guter Entscheid, wie sich nun zeigte. Der Junioren-Riemenvierer mit Steuermann sorgte an den Juniorenweltmeisterschaften 2017 für ein Schweizer Ruderhighlight. Im Vorlauf setzten sie bereits ein Ausrufezeichen mit der direkten Finalqualifikation und der zweitschnellsten Zeit aller Boote. Im Finalrennen zeigte der Vierer einen stark verbesserten Start und übernahm dank eines starken Zwischenspurts nach 500 Metern sogar die Führung. Dank der besten Abschnittszeit auf den zweiten 500 Metern schob sich das Schweizer Boot mit Nils Schneider als Bugmann an die Spitze des Feldes. Auf den zweiten 1000 Metern zeigte der italienische Vierer seine Stärke und stürmte an die Spitze des Feldes. Dem italienischen Schlussfeuerwerk mit einer Schlagzahl um die 40 Schläge pro Minute im Schlussspurt konnte das Schweizer Boot nicht ganz widerstehen und wurde noch überspurtet. Der Schweizer Vierer mit komfortablem Vorsprung auf die sich um die Bronzemedaille duellierenden Boote aus Südafrika und Deutschland ruderte auf den zweiten Platz. Der Schlagmann Nico Müller analysierte nach dem Rennen: "Unsere ersten 1000m waren sehr gut mit einem starken Zwischenspurt über die 500m-Marke hinaus. Aber unser Schlussspurt war nicht gut."
 

Annemarie Howald – die Bieler Baumeisterin der Erfolge der Schweizer Junioren Ruderer/innen
Unsere ehemalige Cheftrainerin Anemarie Howald ist als Junioren-Nationaltrainerin die Baumeisterin dieser grossen Erfolge im Juniorenbereich des SRV. Sie konnte dieses Jahr den verdienten Lohn für ihre jahrelange Aufbauarbeit ernten.

  

Die Schweizer Junioren-Nationalmannschaft gewinnt an der Junioren-WM in Trakai einen kompletten Medaillensatz und sorgt damit für ein historisch gutes Resultat. Gold für den Junioren-Doppelvierer. Silber für den Vierer mit Stm. und Bronze für den Juniorinnen-Doppelvierer. Ein Feuerwerk von Super-Leistungen und Emotionen der Schweizer Juniorenboote am Finaltag an der Junioren-Weltmeisterschaft in Trakai (Litauen).

Drei Schweizer Grossboote konnten sich für die A-Finals qualifizieren und alle drei klassierten sich in den Medaillenpositionen. Nie zuvor gewannen die Schweizer Junioren an Junioren-Weltmeisterschaften gleich drei Medaillen. Bislang war der doppelte Goldgewinn aus dem Jahr 1994 das absolute Schweizer Junioren-Highlight in den Statistiken. Der Erfolg des Junioren-Doppelvierers bedeutet die erste Junioren-WM-Goldmedaille seit sieben Jahren und die erst vierte Junioren-WM-Goldmedaille in der Geschichte für den Schweizerischen Ruderverband. Nur die Junioren-Grossmächte Deutschland, Rumänien und Grossbritannien konnten mehr Medaillen gewinnen als die Schweiz. Diese Gesamtleistung mit 13 Teammitgliedern, die mit einer Medaille prämiert nach Hause kommen, darf nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es ist eine historisch gute Leistung, aber auch die Konsequenz der guten Aufbauarbeit der vergangenen Jahre. Dem Junioren-Team gelang seit der Junioren-EM in Krefeld nochmals ein deutlicher Schritt nach vorne. Die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sind die verdienten Auszeichnungen für eine Regattawoche, in welcher von Anfang an auf hohem Niveau gerudert wurde. Dank der Goldmedaille im Junioren-Doppelvierer wird der Schweiz auch ein Quotenplatz für die Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires zuteil.

Mit vier Medaillen und insgesamt 13 Finalplatzierungen erreichte die Schweizer Mannschaft auch am Coupe de la Jeunesse ein gutes Ergebnis und erfüllte die SRV-Verbandszielsetzung. Mit 30 selektionierten Athletinnen und Athleten in neun Booten war die Schweizer Mannschaft auch quantitativ gross.

Die vielen U23-Weltbestzeiten, die an den U23-Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) erzielt wurden, zeugen vom sehr hohen Standard. Insgesamt vermochten 28 Nationen Medaillen zu gewinnen, was die zunehmend breite Medaillenverteilung an Weltmeisterschaften zum Ausdruck bringt. Italien war mit zehn Medaillengewinnen die erfolgreichste Nation, je fünf Medaillen gab es für Grossbritannien und die USA. Erfreulicherweise vermochte auch die Schweiz auf hohem Niveau mitzuhalten. Vier von sechs Booten qualifizierten sich für das A-Finale, zwei davon vermochten mit Gold im Leichtgewichts-Doppelvierer und Silber im Frauen-Einer Medaillen zu gewinnen, was die Schweiz im Medaillenspiegel auf den siebten Rang bringt. Bei dieser Leistungsdichte bedeutet dies eine sehr gute Mannschaftsleistung und gleichzeitig ein Erfüllen der Zielsetzungen des SRV.